aplauso

«Cuando yo trabajo sobre una idea,

no sé si será una obra de teatro, una película,

un texto o un golpe de Estado.»

 

Raúl Ruiz

Taller de teatro

teatro

Wir wünschen uns, dass diese Theaterwerkstatt in Zukunft verschiedene Projekte hervorbringen wird. Neben der bevorstehenden Arbeitsgemeinschaft sind weitere Inszenierungen, die den interkulturellen Austausch zwischen Südamerika und Europa thematisieren, geplant.

Die Theatergruppe Secuoya wurde Anfang des Jahres 2019 von der Regisseurin Elisa Chaim initiiert. Im März 2019 gründete sie zusammen mit Dario Rodriguez und Hannah Gasser den Verein Secuoya.

Für das Herbstsemester 19 wird ein Team bestehend aus sechs Studierenden der Universität Basel unter der Leitung der Regisseurin Elisa Chaim und dem Regieassistenten Dario Rodriguez für das Projekt Secuoya zusammengestellt. Hannah Gasser kümmert sich um die Produktion. Für die musikalische Gestaltung der Inszenierung sorgt Diego Aguirre.

Secuoya

Theaterprojekt Secuoya
(Das Foto entstammt einer früheren Inszenierung des Edipo Hiperbóreo)

 

 

 

HS 19: Eine dramatische Lesung des Werkes Edipo Hiperbóreo von Raúl Ruiz

 

Zum Stück Bei der ersten Inszenierung handelt es sich um eine dramatische Lesung des Stücks Edipo Hiperbóreo, einem unveröffentlichten Drama des chilenischen Autors und Filmemachers Raúl Ruiz. Die Charaktere befinden sich auf der Suche nach Heimat und reisen durch verschiedene Länder, ohne jemals diesen ersehnten Ort zu finden. Die Figuren bewegen sich im Kreis und veranschaulichen das Gefühl, nie ein Ziel zu erreichen.

 

Zum Autor Von seinem eigenen dramatischen Text ließ sich Ruiz zum gleichnamigen Film inspirieren, der 2004 in Italien gedreht wurde. Nach seinem Tod im Jahr 2011 in Paris wurden in seinem persönlichen Archiv verschiedene Manuskripte dieses Werkes entdeckt. Nachdem das Stück 1989 in Italien uraufgeführt wurde, scheiterten mehrere Versuche, es wieder aufleben zu lassen. Aus diesem Grund bedeutet diese dramatische Lesung die Rettung und das Sichtbarmachen eines wertvollen und unerforschten Textes.

 

Zur Inszenierung Für die Inszenierung sind Elisa Chaim als Regisseurin und Dario Rodriguez als Assistent verantwortlich. Gemeinsam mit sechs interessierten Studierenden der Hispanistik werden sie die dramatische Lesung einstudieren.

 

Aufführungen Insgesamt sollen am 21.2., 22.2., 27.2. und 28.2. 2020 vier Aufführungen stattfinden. Der Aufführungsort ist noch unklar.

Elisa Chaim (1990). In Mexiko und Chile aufgewachsen. Sie hat das Lizentiat in Philosophie an der Universidad Católica de Valparaíso erlangt, ebenso einen Master in Vergleichender Literaturwissenschaft und in Kunst und Theater an der Université Sorbonne-Nouvelle Paris 3 sowie an der École Normale Supérieure in Paris. Sie ist assoziierte Forscherin im “Ruiz-Sarmiento” Archiv am Kunstinstitut der Universidad Católica, Valparaíso. 2013 erhielt sie ein Stipendium der Pablo Neruda Stiftung für das Verfassen von Gedichten, die 2014 in der Antologie Entrada en Materia (Stadtpreisgelder Gabriela Mistral, Chile) publiziert wurden. Sie ist Gewinnerin des Stipendiums für Kreatives Schreiben aus dem Fondo del Libro y la Lectura, vergeben vom Nationalen Kultur- und Kunstministerium Chile für das Theaterstück Hacer Techo (Ausschreibung 2016) und Regisseurin des unveröffentlichen Theaterwerks La Estatua von Raúl Ruiz. Seit April 2019 hat sie in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Iberoromanistik die Reihe der Tertulias Artísticas ins Leben gerufen.

Dario Rodriguez(1991). In Havanna geboren und in Zürich aufgewachsen. Er studiert zurzeit spanische und deutsche Philologie an der Universität Basel mit Interessenschwerpunkt in zeitgenössischem Theater. In diesem Zusammenhang organisiert und betreut er in Kollaboration mit der Cooperativa Mirta Aguirre Kulturreisen nach Kuba. Während seiner Studienzeit spielte er im Theater der Universität Basel und war Mitglied des Theaterkollektivs PrinzIp. Zusammen mit Elisa Chaim hat er die beiden letzten Tertulias Artísticas mitgestaltet und mitorganisiert.

Hannah Gasser (1993). Sie studiert Hispanistik und Geographie an der Universität Basel. Nebenbei erwirbt sie das Lehrdiplom für die Sekundarstufe II. Seit vier Jahren engagiert sie sich bei imagine für Vielfalt und gegen Diskriminierung. Im Rahmen dieser Arbeit baut sie ein internationales Jugendnetzwerk auf und gestaltet mit der Organisation verschiedenster thematischer Anlässe die Kulturszene Basels mit.

Diego Aguirre (1982). Komponist, Gitarrist und musikalischer Improvisator. Er hat Komposition an der Universidad de Chile studiert. Während 2000 und 2010 hat er die Gruppe Mediabanda gegründet, mit der er drei Alben aufnahm. Er ist Mitbegründer des TárabusT-Projekts, das auf Klangforschung, Improvisation und experimentelle Musik ausgerichtet ist. Im Jahr 2010 gründete er seine eigene Gruppe DAZ, die sich mit der Verbindung zwischen Musik und Poesie auseinandersetzt. Er hat die Alben Esa puerta (2011), Autos de Mar (2013), Vivir dentro de esta música (2014), Alebrijes (2015), Llamín (2016) veröffentlicht. Er hat als Musiker und Komponist sowohl für die Theater Company Container als auch für Generik Vapeur in Frankreich und Chile gearbeitet. Juni 2019 hat er den Master in Improvisation an der Musikakademie Basel abgeschlossen und sein neuestes Album Árbol de zapatos in Paris herausgebracht. Im Moment arbeitet er an verschiedenen Projekten und spielt u.a. mit dem Trio Kasuitah.